Die Grundidee von „Inverted classroom“ (ICM), auch Flipped Classroom, ist nicht neu. Auch in traditionellen Veranstaltungsformaten sollen Studierende Inhalte vor Veranstaltungen vorbereiten. Das ICM-Modell bringt diesen Ansatz auf eine neue Stufe, indem konsequent Inhaltsvermittlung (bisher traditionell im Hörsaal) und Übungs- und Vertiefungsphase (bisher Selbstlernphase) getauscht werden. Die Inhalte werden durch die Lehrenden (z.B. als Videos) digital zur Verfügung gestellt. Die Studierenden übernehmen Verantwortung für ihren Lernprozess und erarbeiten sich die Inhalte zeit- und ortsunabhängig in ihrem Lerntempo. Die Inhaltsvertiefung (Diskussion, Übung, Transfer) erfolgt gemeinsam (lernerzentriert) in der Präsenzphase an der Universität. Eine (reine) Wiederholung der Inhalte findet nicht statt.

Die Ziele sind, (mehr) Zeit für gemeinsames Lernen und für das Anwenden/Üben des Lernstoffs in den Präsenzveranstaltungen zu haben sowie die aktive Rolle der Lernenden zu unterstützen. (Schäfer, 2012, Das Inverted Classroom Model in Begleitband zur ersten ICM Konferenz)

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.e-teaching.org/lehrszenarien/vorlesung/inverted_classroom/index_html

Hier finden Sie ein kurzes Video dazu, wie Inverted Classroom funktioniert: https://www.youtube.com/watch?v=Ihlt7otqTqA

Phase der Inhaltsvermittlung

Die Bereitstellung der Inhalte erfolgt digital, beispielsweise über Video- und/oder schriftliche Unterlagen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Videos zu produzieren:
• Die Aufzeichnung der Vorlesung mit Unterstützung des Teams Mediaservice des ZMML.
• Die Aufnahme von Lehrvideos im Studio mit Unterstützung des Teams Mediaservice des ZMML. Beispiele für im Studio aufgezeichnete Lehrvideos: https://electure.uni-bremen.de/
• Die Aufnahme von eigenen Videos als Screencast; gemeint sind Bildschirmvideos, die durch das Aufnehmen von Bildschirmaktivitäten in Verbindung mit Audio-Kommentaren entstehen.
Mehr zur Screencasts: https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/233512/per-screencast-lernvideos-mit-geringem-aufwand-produzieren
• Aufnahme von Videos mit Legetechnik, Trickfilm usw. Mehr dazu finden Sie hier Schön, Ebner 2013 Gute Lernvideos

Wichtig ist zu entscheiden, ob die Videos öffentlich zur Verfügung gestellt werden sollen. Hinweise zur Lizenzierung finden Sie demnächst hier.

Mehr Information zu schriftlichen Unterlagen und digitalen Skripten finden Sie hier https://www.e-teaching.org/lehrszenarien/vorlesung/skript/

Es ist sinnvoll, die Inhaltsvermittlung durch Leranaktivitäten der Studierenden zu unterstützen. Dazu eignen sich Mind Maps, Übersichten, Arbeitsblätter und Aufgaben zu den Videos.

Das ZMML unterstützt Sie im Rahmen der Ausschreibung ForstA digital unter anderem bei der Verwaltung und Bereitstellung der Videos, der Wahl der passenden Lizenz und bei der mediendidaktischen Neukonzeption ihrer Lehrveranstaltung.

Präsenzphase

Die Präsenzphase dient der Übung, Anwendung und Vertiefung der Inhalte. Es ist Zeit, um Verständnisfragen und Probleme zu klären und Studierende kooperativ arbeiten zu lassen (think-pair-share). https://wiki.zum.de/wiki/Kooperatives_Lernen Die Lehrenden moderieren diesen Prozess.

Eine weitere Möglichkeit ist das von Spannagel praktizierte „Aktive Plenum“ Mehr: https://www.youtube.com/watch?v=f0tIEKutjaA

Mehr über Inverted classroom

Innovatives Lernen im Hochschulkontext - Das Inverted Classroom Modell (ICM)

Inverted Classroom Wiki von Athanasios Vassiliou der FU Berlin unter CC-Lizenz BY SA

ZUM-Wiki Flipped Classroom

Inverted Classroom im deutschsprachigen Raum

Kontakt

Wir unterstützen Sie gern bei der Konzeption und Umsetzung Ihrer Idee.
Franziska Richter
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Telefon: +49 (0)421 218 61475